Kombinationsrechner

Kombinations­rechner

Willkommen beim Kombinations­rechner. Geben Sie die Anzahl der Elemente (n) und die Anzahl der Auswahlen (k oder r) ein. Klicken Sie auf das Kontroll­kästchen, wenn Sie Wieder­holung zulassen. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Berechnen“.

Ergebnis:
2026-08-02, von
Adam Narkiewicz

Adam hat einen Doktortitel in Wirtschafts­wissenschaften. Er ist für das Verfassen von Fachartikeln zuständig und leitet die Entwicklung von Online-Anwendungen. Sie finden ihn unter:
https://narkiewicz.info/
https://www.linkedin.com/in/adamnarkiewicz/

Die Formel für Kombinationen

Eine Kombination gibt an, welche k Elemente aus einer Gruppe von n Elementen ausgewählt werden sollen. Sie wird oft als „Kombination von k aus n Objekten“ bezeichnet, was nicht mit einer Variation von k aus n Objekten zu verwechseln ist. Bei Kombinationen spielt die Reihenfolge der ausgewählten Elemente keine Rolle, bei Variationen hingegen schon.

Auf wie viele Arten lassen sich k Elemente aus einer größeren Menge von n Elementen auswählen? Das Symbol für die Anzahl der Kombinationen ohne Wieder­holung von k aus n (d. h. wenn jedes ausgewählte Element aus der Menge entfernt wird, sodass es nicht erneut ausgewählt werden kann) lautet C(n,k). Viele Quellen verwenden zudem die Bezeich­nungen Ckn oder (nk), wobei letztere besonders verbreitet ist. Daher können wir

C(n,k)=Ckn=(nk)=n!k!(nk)!

schreiben, dabei ist n! die Fakultät von n. Andererseits ist das Symbol für die Anzahl der Kombinationen mit Wieder­holung von k aus n (d. h. ausgewählte Elemente kommen in die Menge zurück und können erneut ausgewählt werden) E(n,k), manchmal auch geschrieben als ((nk)):

E(n,k)=((nk))=C(n+k1,k)=(n+k1)!k!(n1)!.

Kombinationen und Variationen ohne Wieder­holung stehen durch die Formel

C(n,k)=P(n,k)k!.

in Beziehung zueinander. Die Anzahl der Variationen wird durch k! geteilt, um die Reihenfolge der Elemente zu berück­sichtigen, die bei Kombinationen keine Rolle spielt, bei Variationen jedoch schon. Wenn Sie sich für Fälle interessieren, in denen die Reihenfolge der ausgewählten Elemente eine Rolle spielt, besuchen Sie bitte unseren Permutations- und Variations­rechner.

Beispiele für Kombinationen

Wie viele Handschläge gibt es in einer Gruppe von 100 Personen?

Stellen Sie sich vor, Sie sind gerade auf einer Cocktail­party angekommen. Es sind 100 Gäste anwesend (Sie selbst einge­schlossen). Während Sie versuchen, jede Person mit einem Handschlag zu begrüßen, fragen Sie sich, wie viele Handschläge es insgesamt gäbe, wenn sich alle gegenseitig begrüßen würden.

Es gibt n = 100 Personen. Wie viele verschiedene Paare lassen sich in dieser Gruppe bilden? Oder, mit anderen Worten: Wie viele Kombinationen von 2 aus 100 gibt es? Die Antwort lautet

C(100,2)=(1002)=100!2!98!=100×992=4950.

Es gäbe 4950 Handschläge. Beachten Sie, dass wir Kombinationen ohne Wieder­holung verwenden, da eine Person sich nicht selbst die Hand geben kann!

Wie viele Pokerhände gibt es?

Betrachten wir ein Spiel ohne Joker; das heißt, unser Kartenspiel umfasst 52 Karten. Wir ziehen fünf Karten, ohne Wieder­holung (da wir dieselbe Karte nicht zweimal ziehen können). Die Reihenfolge der Karten spielt keine Rolle. Daher können wir Kombinationen ohne Wieder­holung von k aus n verwenden, wobei k = 5 und n = 52:

(525)=2598960.

Daher gibt es beim Poker 2 598 960 verschiedene Hände. Nun können wir die Wahrschein­lichkeit, eine der bewerteten Pokerhände zu erhalten, berechnen.

Die Wahrschein­lichkeit, einen Vierling zu erhalten

Um einen Vierling zu erhalten, müssen wir zunächst den sich wieder­holenden Wert auswählen (13 Möglich­keiten) und anschließend die fünfte Karte (48 Möglich­keiten). Es gibt also (131)(481)=13×48=624 verschiedene Hände mit einem Vierling. Daher liegt die Wahrschein­lichkeit, eine solche Hand zufällig zu erhalten, bei 6242598960=141650,024 %.

Die Wahrschein­lichkeit, ein Full House zu erhalten

Die Wahrschein­lichkeit für ein Full House zu berechnen, ist schwieriger. Zunächst müssen wir den Wert des Paares (13 Möglich­keiten) und den Wert des Drillings (12 Möglich­keiten – dieser darf nicht mit dem des Paares über­einstimmen, sodass eine Option wegfällt) festlegen. Als Nächstes müssen wir die verschiedenen Farb­kombinationen berück­sichtigen. Es gibt (42) Farb­kombinationen für das Paar und (43) Farb­kombinationen für den Drilling. Nun multiplizieren wir diese Zahlen und erhalten die Gesamtzahl der Möglich­keiten:

(131)(42)(121)(43)=13×6×12×4=3744.

Es gibt 3 744 verschiedene Hände mit einem Full House, daher beträgt die Wahrschein­lichkeit, eines davon zufällig zu erhalten, 37442598960=641650,144 %. Das bedeutet, dass die Wahrschein­lichkeit, ein Full House zu erzielen, sechsmal so hoch ist wie die, einen Vierling zu erzielen.

Die Wahrschein­lichkeit, einen Flush zu erhalten

Ein Flush liegt vor, wenn wir fünf Karten derselben Farbe haben. Zunächst wählen wir die Farbe aus – es gibt vier Möglich­keiten. Dann wählen wir fünf der 13 Karten dieser Farbe aus: Es gibt (135) Arten, dies zu berechnen. Insgesamt beträgt die Anzahl der verschiedenen Flush-Hände:

(41)(135)=4×1287=5148.

Die Wahrschein­lichkeit, zufällig einen Flush zu erhalten, beträgt 51482598960=33166600,198 %.

Hinweis! Diese Formel berück­sichtigt auch die Möglichkeit, einen Straight Flush zu erzielen, eine besondere Art von Flush, bei der die Karten nicht nur dieselbe Farbe haben, sondern auch in einer Reihenfolge aufeinander­folgen. Wenn Sie die Wahrschein­lichkeit für einen „einfachen“ Flush berechnen möchten, bei dem die Karten nicht aufeinander­folgen, müssen Sie den für den Straight Flush ermittelten Wert (siehe unten) von der oben berechneten Wahrschein­lichkeit abziehen.

Die Wahrschein­lichkeit, einen Straight zu erhalten

Hier interessiert uns die Wahrschein­lichkeit, eine Folge von fünf Karten zu erhalten, wobei jede Karte einen Wert höher ist als die vorherige – unabhängig von ihrer Farbe. Um die Anzahl solcher Hände zu ermitteln, müssen wir zunächst die höchste Karte festlegen. Die höchste Karte kann ein Ass, ein König, eine Dame, ein Bube, eine 10, eine 9, eine 8, eine 7, eine 6 oder eine 5 sein (das Ass kann in der Reihenfolge 5-4-3-2-Ass auch als niedrigste Karte dienen), sodass es 10 Möglich­keiten für den Wert der höchsten Karte gibt. Sobald wir die höchste Karte ausgewählt haben, werden die Werte aller ver­bleibenden Karten festgelegt. Nun müssen wir die Farben auswählen. Es gibt vier mögliche Farben, und wir wählen für jede der fünf Karten separat eine Farbe aus. Wir verwenden also Variationen mit Wieder­holung von 5 aus 4, wofür die Formel 45 lautet. Daher beträgt die Gesamtzahl der Hände mit einem Straight

(101)×45=10×1024=10240.

Die Wahrschein­lichkeit, zufällig einen Straight zu erhalten, beträgt 102402598960=12832487 0,394 %.

Hinweis! Diese Formel berück­sichtigt auch die Möglichkeit, einen Straight Flush zu erzielen, eine besondere Art von Straight, bei der die Karten nicht nur im Rang aufeinander­folgen, sondern auch dieselbe Farbe haben. Wenn Sie die Wahrschein­lichkeit für einen „einfachen“ Straight berechnen möchten, bei der die Karten nicht dieselbe Farbe haben, müssen Sie den für den Straight Flush ermittelten Wert (siehe unten) von der oben berechneten Wahrschein­lichkeit abziehen.

Die Wahrschein­lichkeit, einen Straight Flush zu erhalten

Ein Straight Flush gehört zu den wertvollsten und seltensten Pokerhänden. In dieser Hand liegen die Karten in einer Reihenfolge, wie bei einem Straight, gehören aber gleichzeitig zur selben Farbe, wie bei einem Flush. Um die Anzahl solcher Hände zu berechnen, müssen wir zunächst die höchste Karte auswählen. Genau wie bei einem einfachen Straight gibt es 10 Möglich­keiten. Nachdem die Kartenwerte festgelegt wurden, müssen wir die Farbe auswählen, wofür es vier Möglich­keiten gibt. Die endgültige Formel lautet

(101)(41)=10×4=40.

Es gibt nur 40 solcher Hände, daher beträgt die Wahrschein­lichkeit, zufällig einen Straight Flush zu erhalten, 402598960=1649740,00154 %.

Hinweis! Diese Formel beinhaltet auch die Wahrschein­lichkeit, einen Royal Flush zu erzielen (siehe unten). Wenn Sie die Wahrschein­lichkeit berechnen möchten, einen Straight Flush zu erhalten, der kein Royal Flush ist, müssen Sie den für den Royal Flush ermittelten Wert von der oben berechneten Wahrschein­lichkeit abziehen.

Die Wahrschein­lichkeit, einen Royal Flush zu erhalten

Die Wahrschein­lichkeit, einen Royal Flush zu erhalten, ist noch geringer als die Wahrschein­lichkeit, einen Straight Flush zu erzielen. Denn der Royal Flush ist im Prinzip ein Straight Flush, bei dem das Ass als die höchste Karte enthalten ist. Daher sind die Kartenwerte bei einem Royal Flush immer gleich: Ass, König, Dame, Bube und 10. Das Einzige, was sich ändern kann, ist die Kartenfarbe. Da es nur vier Farben gibt, gibt es nur vier Hände mit einem Royal Flush. Die Wahrschein­lichkeit, einen zu erhalten, beträgt 42598960=16497400,000154 %. Das ist zehnmal geringer als die Wahrschein­lichkeit, einen Straight Flush zu erzielen.

Die Wahrschein­lichkeit, einen Drilling zu erhalten

Um einen Drilling zu erhalten, müssen wir zunächst den Wert der drei Karten festlegen. Es gibt 13 Möglich­keiten, dies zu tun. Anschließend müssen wir aus den verblei­benden 12 Werten die Werte der beiden anderen Karten auswählen. Wir müssen sicher­stellen, dass wir kein Paar erhalten (sonst hätten wir ein Full House statt eines Drillings), daher verwenden wir Kombinationen ohne Wieder­holung von 2 aus 12: (122). Zuletzt müssen wir die Farben auswählen. Zunächst wählen wir die Kartenfarben für die Drillinge aus: (43). Anschließend bestimmen wir die Farben der beiden verblei­benden Karten – und da sie unter­schiedliche Werte haben, verwenden wir die Variationen mit Wieder­holung von 2 aus 4. Dies gibt uns 42. Insgesamt ergibt sich daraus die Formel

(131)(122)(43)42=13×66×4×16=54912.

Die Wahrschein­lichkeit, einen Drilling zu erhalten, beträgt 549122598960=8841652,11 %.

Die Wahrschein­lichkeit, zwei Paare zu erhalten

Auf wie viele verschiedene Arten lassen sich zwei Paare bilden? Zunächst müssen wir die Werte für die Paare auswählen: (132). Als Nächstes müssen wir den Wert der fünften Karte auswählen: (111). Als dritten Schritt müssen wir die Farben der Karten in jedem Paar auswählen. Innerhalb jedes Paares müssen die Karten unter­schiedliche Farben haben, sodass es (42) Möglich­keiten gibt, die Farben für das niedrigere Paar auszuwählen, und (42) Möglich­keiten, die Farben für das höhere Paar auszuwählen. Schließlich müssen wir eine Farbe für die fünfte Karte auswählen, und dafür gibt es vier Möglich­keiten. Wenn man also all diese Faktoren miteinander multipliziert, erhält man

(132)(111)(42)(42)(41)=78×11×6×6×4=123552.

Die Wahrschein­lichkeit, zwei Paare zu erhalten, beträgt 1235522598960=19841654,75 %.

Die Wahrschein­lichkeit, ein Paar zu erhalten

Und als Letztes lässt sich die Wahrschein­lichkeit, ein Paar zu erhalten, wie folgt berechnen: 1) Wir wählen den Wert des Paares: (131); 2) Wir wählen die Werte der übrigen Karten: (123); 3) Wir wählen die Farben der Karten im Paar: (42); und 4) Wir wählen die Farben der übrigen drei Karten: 43. Sie fragen sich vielleicht, warum wir die Werte der drei verschiedenen Karten mithilfe von Kombinationen bestimmen (daher (123)), ihre Farben jedoch mithilfe von Variationen (daher 43). Bei der Auswahl der Werte müssen wir Kombinationen verwenden, da es keine Rolle spielt, in welcher Reihenfolge wir die Karten mit diesen Werten in unserer Hand anordnen – selbst wenn wir die Reihenfolge der Karten in unserer Hand ändern, handelt es sich immer noch um dieselbe Pokerhand. Da es sich jedoch um drei Karten mit unter­schiedlichen Werten handelt, haben sie eine natürliche Reihenfolge – von der höchsten zur niedrigsten. Anhand dieser natürlichen Reihenfolge können wir jede Karte identi­fizieren, während wir ihre Farbe auswählen. Zunächst wählen wir die Farbe der Karte mit dem höchsten Wert aus. Anschließend wählen wir die Farbe für die mittlere Karte aus. Und schließlich wählen wir die Farbe der Karte mit dem niedrigsten Wert aus. Jede Auswahl bietet vier Optionen, was uns 4×4×4=43 Möglich­keiten gibt.

Daher beträgt die Gesamtzahl der Hände mit einem Paar

(131)(123)(42)43=13×220×6×64=1098240

und die Wahrschein­lichkeit, ein Paar zu erhalten, beträgt 10982402598960=35283342,3 %. Sie können dieses Ergebnis mit einem Experiment überprüfen. Mischen Sie das Kartenspiel und ziehen Sie fünf Karten. Haben Sie ein Paar bekommen? Notieren Sie sich die Antwort. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals – Sie sollten in etwas weniger als der Hälfte der Fälle ein Paar erhalten.

Wie hoch sind die Gewinn­chancen im Lotto?

In vielen Ländern gibt es eine Lotterie, bei der einige Kugeln mit Zahlen aus einem größeren Kugelsatz gezogen werden. Wer die richtigen Zahlen tippt, gewinnt – und die Gewinne sind oft sehr hoch. Ein bekanntes Beispiel ist in Deutschland die Lotterie 6 aus 49. Bei dieser Lotterie müssen Sie 6 Zahlen zwischen 1 und 49 (ohne Wieder­holung) auswählen. Die Anzahl aller möglichen Kombinationen beträgt

(496)=13983816.

Daher gibt es 13 983 816 Möglich­keiten, Zahlen bei 6 aus 49 auszuwählen. Mit anderen Worten: Sie müssten 13 983 816 Lose kaufen, um sicher­zugehen, dass Sie den Jackpot gewinnen. Wenn Sie nur ein Los kaufen, betragen Ihre Gewinn­chancen 1 zu 13 983 816, was ungefähr 0,00000715 %.

Wie viele Möglich­keiten gibt es, Snacks zur Party mitzubringen?

Stellen Sie sich in diesem Beispiel vor, Sie gehen zu einer Party bei einem Freund. Sie wurden gebeten, etwas zu essen mitzubringen. Es gibt drei Arten von Snacks: Chips, Kekse und Cracker. Sie möchten fünf Tüten kaufen. Wie viele mögliche Kombinationen gibt es?

Zunächst stellen wir fest, dass drei Elemente zur Auswahl stehen, also ist n = 3. Zweitens spielt die Reihenfolge, in der wir sie anordnen, keine Rolle. Drittens können wir von jeder Sorte mehr als eine Packung kaufen. Daher sollten wir Kombinationen mit Wieder­holung von 5 aus 3 verwenden. Die Formel lautet

E(3,5)=(3+515)=21.

Es gibt 21 Möglich­keiten, die Snacks für die Party auszuwählen. Um zu überprüfen, ob wir alles richtig gemacht haben, listen wir alle möglichen Kombinationen auf (der Einfachheit halber bezeichnen wir die Snacks als A, B und C):

AAAAA
AAAAB
AAABB
AABBB
ABBBB
BBBBB
CAAAA
CAAAB
CAABB
CABBB
CBBBB
CCAAA
CCAAB
CCABB
CCBBB
CCCAA
CCCAB
CCCBB
CCCCA
CCCCB
CCCCC

Erläuterung der Kombinations­formel

Kombinationen ohne Wieder­holung von k aus n Objekten

Die Formel für Kombinationen ohne Wieder­holung von k aus n (manchmal auch als „n über k“- oder „n über r“-Formel bezeichnet) lautet

C(n,k)=n!k!(nk)!.

Um zu überprüfen, ob dies tatsächlich die richtige Formel ist, wollen wir den Vorgang der Auswahl von k Zahlen zwischen 1 und n näher betrachten. Zunächst ordnen wir die ausgewählten Zahlen in einer Folge der Länge k an. Die erste Stelle in der Folge kann von jeder der n Zahlen eingenommen werden. Nachdem die Zahl an erster Stelle aus der Menge entfernt wurde, stehen für den zweiten Platz in der Folge n − 1 Möglich­keiten zur Auswahl. Diese Zahl wird ebenfalls aus der Menge entfernt, sodass für den dritten Platz nur noch n − 2 Zahlen zur Auswahl stehen. Wir fahren fort, die Zahlen auf diese Weise auszuwählen, bis wir die gesamte Folge der Länge k vervoll­ständigt haben. Um die Gesamtzahl solcher Folgen zu ermitteln (die der Anzahl der Variationen ohne Wieder­holung von k aus n entspricht), müssen wir die Anzahl der Möglich­keiten, die uns bei jedem Schritt zur Verfügung stehen, miteinander multiplizieren:

P(n,k)=n×(n1)×(n2)××(nk+1)k Faktoren.

Diese Multiplikation ist jedoch lediglich das Produkt der k größten Faktoren einer Fakultät. Daher können wir dies als

P(n,k)=n!(nk)!

umschreiben, wobei die Fakultät im Nenner die nk kleinsten Faktoren im Zähler wegkürzt, sodass das Ergebnis der vorherigen Formel entspricht.

Das ist aber noch nicht alles, denn bisher haben wir die Anzahl der Variationen berechnet, nicht die der Kombinationen. Bei Variationen spielt die Reihenfolge der Elemente eine Rolle; beim Erstellen der Folge haben wir auf die Reihenfolge geachtet – wir haben die Zahl für die erste Position ausgewählt, dann die für die zweite, die dritte und so weiter. Nun möchten wir alle Folgen, die aus denselben Zahlen bestehen, als eine einzige Kombination betrachten. Wie viele verschiedene Zahlenfolgen lassen sich also aus k ver­schiedenen Zahlen bilden? Die Antwort ist einfach: Es ist k!. Es gibt k!-mal so viele Variationen wie Kombinationen. Um die Anzahl der Kombinationen zu ermitteln, müssen wir die Anzahl der Variationen durch k! dividieren:

C(n,k)=P(n,k)k!=n!k!(nk)!.

Kombinationen mit Wieder­holung von k aus n Objekten

Wie erhält man die Formel für die Kombinationen mit Wieder­holung von k aus n? Jedes der n Elemente kann zwischen 0 und k Mal ausgewählt werden; stellen wir uns also n Kästchen vor, die von 1 bis n nummeriert sind. Jedes Kästchen enthält bis zu k Kugeln, und die Gesamtzahl der Kugeln in allen Kästchen beträgt k. Die Kästchen stehen für Elemente, und die Kugeln in einem bestimmten Kästchen geben an, wie oft wir das durch dieses Kästchen dargestellte Element auswählen.

Wie lässt sich mithilfe einer Zahlenfolge beschreiben, wie viele Kugeln sich in jedem Kästchen befinden? Wir können eine Folge von n − 1 Zahlen bilden, die wie folgt aufgebaut ist: Die i-te Zahl dieser Folge gibt an, wie viele Kugeln und Kästchen es insgesamt vom ersten bis zum i-ten Kästchen gibt. Beispiels­weise ist die erste Zahl in dieser Folge Eins plus die Anzahl der Kugeln im ersten Kästchen (sie kann also zwischen 1 und k + 1 liegen). Die zweite Zahl ist gleich Zwei plus der Anzahl der Kugeln in den ersten beiden Kästchen (sie kann also zwischen 2 und k + 2 liegen, muss aber größer sein als die erste Zahl). Die dritte Zahl ist gleich Drei plus der Anzahl der Kugeln in den ersten drei Kästchen (eine Zahl zwischen 3 und k + 3, die jedoch größer ist als die zweite Zahl). Und so weiter. Es ist leicht zu erkennen, dass der Wert der letzten Zahl in dieser Folge gleich n − 1 plus der Anzahl der Kugeln in allen Kästchen außer dem letzten ist. Sein Wert kann so niedrig wie n − 1 sein (wenn sich alle Kugeln im letzten Kästchen befinden) oder so hoch wie n − 1 + k (wenn sich keine Kugeln im letzten Kästchen befinden).

Wechseln wir nun die Perspektive. Wir haben eine Menge von Zahlen von 1 bis n − 1 + k. Aus dieser Menge wählen wir n − 1 Zahlen ohne Wieder­holung aus. Wir ordnen sie der Größe nach, von der kleinsten zur größten, und nun wissen wir, wie viele Kugeln in jedes Kästchen gehen. Jede Möglichkeit, n − 1 Zahlen aus der größeren Menge von n − 1 + k Zahlen auszuwählen, entspricht genau einer Möglichkeit, k Kugeln auf n Kästchen zu verteilen. Aber wie viele Möglich­keiten gibt es, n − 1 Zahlen ohne Wieder­holung aus einer Menge von n − 1 + k Zahlen auszuwählen? Es ist

C(n+k1,n1)=(n+k1)!(n1)!k!.

Das ist fast die Formel, nach der wir suchen. Der letzte Schritt besteht darin, zu erkennen, dass wir die Reihenfolge der Fakultäten im Nenner vertauschen können, also

C(n+k1,n1)=(n+k1)!(n1)!k!=(n+k1)!k!(n1)!=C(n+k1,k)

und schließlich

E(n,k)=C(n+k1,k)=(n+k1)!k!(n1)!.

Das Pascalsche Dreieck und die Binomial­koeffizienten

Ein Binom ist ein mathematischer Ausdruck, der aus zwei Teilen (Gliedern) besteht, zum Beispiel x+y. Binomial­koeffizienten sind die Zahlen, die neben x und y stehen, wenn x+y mit einer nicht­negativen ganz­zahligen Potenz potenziert werden. Beispiels­weise (x+y)0=1, (x+y)1=x+y, (x+y)2=x2+2xy+y2, (x+y)3=x3+3x2y+3xy2+y3 – in diesen Beispielen lauten die Binomial­koeffizienten jeweils: 1, 1-1, 1-2-1 und 1-3-3-1. Es stellt sich heraus, dass Binomial­koeffizienten mit den Kombinationen von k aus n zusammen­hängen: Wenn wir (x+y)n ausschreiben, lautet der Koeffizient neben xkynk: (nk). Beispiels­weise ist in (x+y)3=x3+3x2y+3xy2+y3, der Koeffizient neben x2y: (32)=3. Generell lässt sich diese Tatsache ausdrücken mit der Formel

(x+y)n=k=0n(nk)xkynk.

Darüber hinaus bilden die Binomial­koeffizienten ein interessantes Muster – sie lassen sich in einem Dreieck anordnen, das gemeinhin als Pascalsches Dreieck bekannt ist:

n
01
111
2121
31331
414641
515101051
6

Eine interessante Tatsache bezüglich des Pascalschen Dreiecks ist, dass sich die nächste Zeile durch Addition benachbarter Elemente aus der vorherigen Zeile bilden lässt. Beispiels­weise stammt die 6 in der Zeile n = 4 aus der 3 + 3 in der vorher­gehenden Zeile. Ebenso stammt die 10 in der Zeile n = 5 aus der 4 + 6 in der Zeile darüber. Diese Beobachtung fassen wir zusammen mit der Gleichung

(nk)=(n1k1)+(n1k).

Binomial­gleichungen und Identitäten

Hier sind einige der bekanntesten Identitäten mit Binomial­koeffizienten:

1)
(nk)=(nnk)
2)
(nk)=nk(n1k1)
3)
(nk)=nnk(n1k)
4)
(nk)=nk+1k(nk1)
5)
(nk)=(n1k1)+(n1k)
6)
k=0n(nk)=2n
7)
k=0n(nk)2=(2nn)
8)
k=0n(nk)xk=(1+x)n
9)
k=0n(nk)xkynk=(x+y)n

n über k in Python

In der Programmier­sprache Python verwenden Sie zur Berechnung der Anzahl der Kombinationen ohne Wieder­holung von k aus n die Funktion „comb“ aus dem Modul „math“:

from math import comb def nCk(n, k): return comb(n, k)

Für die Anzahl der Kombinationen mit Wieder­holung von k aus n verwenden Sie die Formel, die Kombinationen mit Wieder­holung mit Kombinationen ohne Wieder­holung in Relation setzt:

from math import comb def nEk(n, k): return comb(n + k - 1, k)

Wenn Sie alle Kombinationen ohne Wieder­holung von k aus n anzeigen möchten, gibt es auch eine integrierte Funktion, die genau das tut:

from itertools, import combinations def list_combs(n, k): for c in combinations(range(1, n+1), k): print(c)

Und um alle Kombinationen mit Wieder­holung von k aus n anzuzeigen, verwenden Sie:

from itertools import combinations_with_replacement def list_combs_wr(n, k): for c in combinations_with_replacement(range(1, n+1), k): print(c)

Wenn Sie eine eigene Funktion für die Anzahl der Kombinationen ohne Wieder­holung von k aus n schreiben möchten, finden Sie hier ein Beispiel:

from math import factorial def nCk(n, k): return int(factorial(n) / (factorial(k) * factorial(n-k)))

Und für eine Funktion zur Berechnung der Anzahl der Kombinationen mit Wieder­holung von k aus n verwenden Sie:

from math import factorial def nEk(n, k): return int(factorial(n + k - 1) / (factorial(k) * factorial(n-1)))

So verwenden Sie den Kombinations­rechner

Mit dem Kombinations­rechner können Sie Kombinationen von k aus n Objekten mit und ohne Wieder­holung berechnen. Um eine Berechnung durch­zuführen, geben Sie die Anzahl der verfügbaren Elemente in das mit dem Buchstaben n gekenn­zeichnete Feld ein. Geben Sie anschließend die Anzahl der Auswahlen in das mit k oder r gekenn­zeichnete Feld ein. Wenn Sie an Kombinationen mit Wieder­holung interessiert sind, klicken Sie bitte auf das Kontroll­kästchen unten. Klicken Sie abschließend auf die Schaltfläche „Berechnen“, woraufhin die Ergebnisse unten angezeigt werden.

Der Rechner eignet sich besonders gut für Berechnungen mit sehr großen Zahlen. Die Berechnung des Ergebnisses für Eingabewerte wie n = 1000000 und k = 1000 stellt kein Problem dar. Bei großen Zahlen zeigt der Rechner das Ergebnis in zwei Formen an. In der ersten Zeile wird eine Näherungs­lösung in wissen­schaftlicher Notation angezeigt, in der zweiten Zeile die exakte Lösung.

Es gibt keine vorein­gestellten Grenzen, und der Rechner versucht, Berechnungen unabhängig von der Größe von n und k durch­zuführen. Ob die Berechnungen erfolgreich sind, hängt von der Konfiguration Ihres Systems ab. Moderne Versionen des Chrome-Browsers auf Desktop-Computern können die Ergebnisse für Eingaben wie n = 8000000000 und k = 10000000 problemlos berechnen (auf wie viele Arten lassen sich 10 000 000 Überlebende auswählen, die nach einem Asteroiden­einschlag, der die Erde zerstört hat, auf einem riesigen Raumschiff leben sollen?). Andere System­konfigurationen, insbesondere auf Mobilgeräten, könnten jedoch mit derart großen Zahlen Probleme haben.

Der Rechner verfügt über zahlreiche weitere Funktionen. Sie können:

  1. Die Basis wählen, in der die Ergebnisse angezeigt werden sollen. Sie können jede ganze Zahl zwischen 2 und 36 verwenden. Die Standard­basis ist 10; das heißt, standard­mäßig werden die Ergebnisse im Dezimal­system angezeigt. Wenn Sie eine andere Basis auswählen, wird diese nur zur Darstellung der Ergebnisse verwendet. Die Eingabe wird stets im Dezimal­system (Basis 10) gelesen.
  2. Die Eingabe­felder mit n und k löschen, indem Sie auf die Schaltfläche „Löschen“ klicken. Anschließend können Sie die gewünschten Werte erneut eingeben.
  3. Das Ergebnis in die Zwischen­ablage kopieren. Um diese Funktion (und alle nach­folgenden Funktionen) zu nutzen, klicken Sie auf die ent­sprechende Schaltfläche oberhalb des Feldes „Ergebnis“.
  4. Das Ergebnis herunter­laden und als Textdatei auf Ihrem Gerät speichern.
  5. Das Ergebnis ausdrucken.
  6. Den Link zum Ergebnis in die Zwischen­ablage kopieren.
  7. Das Ergebnisfeld löschen.

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Narkiewicz A., Kombinations­rechner, https://minesweeper.us/de/kombinationsrechner/, abgerufen am .

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Literatur­verzeichnis

Charalambides, Charalambos A., Enumerative Combinatorics, CRC Press, 2002.

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Sie müssen eine nicht­negative ganze Zahl eingeben. Verwenden Sie keine Trennzeichen – es sind nur Zahlen zulässig.

Die Basis muss eine ganze Zahl zwischen 2 und 36 sein.

n darf nicht kleiner als k sein.

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(mit Wiederholung)

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(Basis )

n darf nicht 0 sein.

Kombinationsrechner | Große Zahlen |

C(,)

E(,)

Aktuell ist Wiederholung nicht zulässig

Aktuell ist Wiederholung zulässig

Kombinationen n=, k=

Basis

mit Wiederholung

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